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technisches für Anfänger

In dieser Rubrik möchte ich einige technische Dinge aufzeigen, welche zum Bau und Fliegen eines RC-Modells wichtig sind. Zu aller erst möchte ich aber noch erwähnen, dass in Deutschland eine Modellflughaftpflichtversicherung absolut PFLICHT ist! Ohne diese darf in Deutschland nicht geflogen werden. Solch eine Versicherung ist auch nicht teuer. Es gibt hier zwei bekannte große Anbieter. Einmal der DMO und einmal der DMFV. Es gibt auch einige normale Haftpflichtversicherungen, welche Modellflug mit einschließen. Welche Versicherung gewählt wird ist eigentlich egal. Hauptsache man hat eine die Modellflug einschließt. Grundlagen: Die Lage eines Flugmodells lässt sich durch drei Achsen beschreiben. Das wäre die Hochachse, die Längsachse und die Querachse. Durch die entsprechenden Ruder lässt sich das Modell um die jeweilige Achse drehen. Das Höhenruder drückt das Heck hoch oder runter, und lässt das Modell entsprechend steigen oder sinken. Das Seitenruder lässt das Modell um die Hochachse drehen und leitet eine rechts oder links Kurve ein. Das Querruder, welches sich in der Tragfläche befindet, lässt das Flugzeug nach rechts oder links kippen und ebenfalls das Modell eine rechts oder links Kurve fliegen. Beim Querruder muss aber auch immer etwas Höhe dazu gesteuert werden, da das Modell entsprechend immer Höhe verliert. Manche Modell besitzen des Weiteren noch über Landeklappen. Diese bewirken, dass man das Flugzeug langsamer fliegen kann, jedoch muss man leicht gegensteuern, da die Nase dabei nach oben will. Die Landeklappen sind vorallem bei kurzen Start und Landebahnen hilfreich und sollte hier benutzt werden. Anfänger sollten erstmal den Landeklappen (falls vorhanden) keine Beachtung schenken. Ruderausschläge: Je nach Modell sollten Anfänger möglichst die Ruderausschläge nicht zu groß wählen. Dies vereinfacht das fliegen. Am besten am Servo die Ruderstangen so weit wie möglichst innen anbringen. Durch den kürzeren Hebel wirken sich die Steuerbefehle nicht zu stark aus und das Modell fliegt generell ruhiger. An den Rudern sollte man als Anfänger die Ruderstangen ganz außen anbringen. Dies hilft das zittern der Servos weg zu bekommen und dadurch lässt sich der Flieger ebenfalls ruhiger fliegen. Bei Motorseglern wie den Bixler von Hobbyking oder den Easystar von Multiplex kann man dies vernachlässigen, da diese Flieger sowieso sehr gutmütig und ruhig zu fliegen sind. Schwerpunkt: Der richtige Schwerpunkt des Modells ist das a und O. Ein falscher Schwerpunkt lässt den Flieger gleich viel schwieriger oder gar selbst für Profis unmöglich fliegen. Für jeden Flieger ist normalerweise vom Hersteller der Schwerpunkt angegeben. Dieser sollte eingehalten und vor JEDEM Flug kontrolliert werden. Am besten macht man sich im Modell und an den Akku eine markierung um auf dem Flugfeld nicht immer ausprobieren zu müssen bis der Schwerpunkt passt. Wenn der Schwerpunkt zu weit hinten ist, dann kann es zu Strömungsabrissen kommen, da der Flieger nach hinten kippt. Wenn dieser zu weit vorne liegt kippt der Flieger nach vorne und muss entsprechend nachgetrimmt werden aber lässt sich noch gut steuern. Generell ist es daher immer besser lieber 1-2 cm vor den vom Hersteller angegebenen Schwerpunkt zu gehen als dahinter. Manche Piloten fliegen auch lieber mit einem leicht kopflastigen Flieger. Am einfachsten lässt sich der Schwerpunkt durch verrutschen des Akkus verstellen. Alternativ kann man auch zusätzliche Trimmgewichte anbringen. Jedoch sollte man letzteres vermeiden, da man jedes Gramm in der Luft merkt. Je leichter ein Modell ist, desto leichter lässt es sich fliegen. Außerdem geht bei einem Absturz weniger kaputt. Fernsteuerung Mode: Es gibt vier verschiedene Fernsteuermodien. Generell ist es Geschmackssache welchen Mode man wählt. Wichtig ist nur, dass man bei diesem Mode für immer bleibt! Daher sollte man sich den Mode gut aussuchen. Mode 1: Bei Mode 1 sind an der Fernsteuerung die linken Sticks für Seitenruder und Höhenruder und die rechten Sticks für Querruder und Motordrehzahl zuständig. Mode 2: Bei Mode 2 sind an der Fernsteuerung die linken Sticks für Seitenruder und Motordrehzahl und die rechten Sticks für Querruder und Höhenruder zuständig. Mode 3: Bei Mode 3 sind an der Fernsteuerung die linken Sticks für Querruder und Höhenruder und die rechten Sticks für Seitenruder und Motordrehzahl zuständig. Mode 4 Bei Mode 4 sind an der Fernsteuerung die linken Sticks für Querruder und Motordrehzahl und die rechten Sticks für Seitenruder und Höhenruder zuständig. Wie schon gesagt ist es prinzipiell egal für welchen Mode man sich entscheidet, man sollte nur dabei bleiben. Aber es gibt dennoch einige berechtigte Hinweise, welche ich nicht unerwähnt lassen möchte. Mode 1 und 4 besitzen einen großen Vorteil. Hier sind Querruder und Höhenruder getrennt. Dadurch lässt sich das Modell etwas feinfühliger fliegen. Daher sind das auch die beiden am häufigsten anzutreffende Modes. Warum? Querruder und Höhenruder nutzt man extrem häufig. Wenn diese getrennt voneinenander gesteuert werden, weiß der Pilot immer ganz genau wo er mit welchem Stick sich gerade befindet und kann präziser steuern. Wenn beide Ruder auf einem Stick liegen, und der Pilot z.B. eine Kurve nach rechts oben fliegen möchte, dann weiß er nicht genau ob er jetzt mehr Höhe oder mehr Quer steuert. Am besten man probiert sowas mal am Simulator aus, dann merkt man recht schnell was ich meine. Von Vorteil ist es definitv, wenn man als Schüler den gleichen Mode übernimmt wie sein Lehrer. Dann kann dieser auch mal die Fernsteuerung ohne Probleme übernehmen. Motorzug: to Do Motorsturz: to do Das perfekte Einsteigermodell: Das perfekte Einsteigermodell gibt es eigentlich nicht. Jeder Flieger hat so seine vor und Nachteile. Für Anfänger empfiehlt sich aber ein gutmütiger langsamer und etwas größerer Motorsegler oder Trainer aus Styro. Warum Styro? Styopormodelle werden von den alten Hasen oft verspottet, aber sie bringen vorallem für Anfänger viele Vorteile mit sich. Zum einen sind sie leicht, man braucht auch nicht viel aufbauen (Oft nur Empfänger und Akku rein) und man kann die Modernen Styroflieger sehr leicht kleben und wieder in Form bringen. Somit kann man sich auf das Fliegen und weniger auf das Bauen und Reparieren konzentrieren. Ich selbst kann folgende Flieger für den Anfang empfehlen (In Klammern die Nachteile): Multiplex Easystar (etwas Windanfällig, keine Querruder, relativ teuer) Multiplex Funcub (relativ teuer für den Anfang, benötigt sehr kurzes Gras, am besten eine ordentliche Modellbaustartbahn da das Fahrwerk nicht das beste ist,  außerdem etwas schwieriger zu Starten und zu Landen. Am besten mit Lehrer fliegen.) Hobbyking Bixler 1-3 (Windanfällig d.h. nichts für mittleren bis starken Wind, Bixler 1 mit etwas zu schwacher Motorisierung dadurch Start schwieriger.) Ich selbst wollte mit der Funcub anfangen. Leider habe ich diese schon beim Starten zerstört, da sich der Propeller ums hohe Gras gewickelt hatte und dann vorne die Nase abgerissen hatte. Danach bin ich zum Bixler 1 gewechselt. Dank Wurfstart ist es relativ egal wo man startet. Er lässt sich super gutmütig fliegen und steckt so einige Abstürze weg. Jedoch ist dieser sehr windanfällig. Aus heutiger sicht würde ich aber den Bixler 2 ode 3 empfehlen, da diese deutlich mehr Motorleistung besitzen und dadurch noch einfacher zu starten sind. Luftraum: Da die Modellflugpiloten in der Luft nicht alleine sind, und es hier strenge Regularieren gibt, sollte sich jeder Modellflugpilot etwas mit dem Thema Luftraum auseiander setzen. Dies verhindert im Vorfeld auch die etwalige Kollision oder Behinderung der bemannten Flugzeuge. Prinzipiell ist der Luftraum in Deutschland ersteinmal frei. Das heißt man darf überall dort fliegen wo es nicht verboten ist! Aber genau da fängt es an. Wo ist es Verboten? Das möchte ich kurz erklären. Der Luftraum ist in verschiedenen Zonen (A bis G) eingeteilt. Zone A (Alpha):  Kontrollierter Luftraum; Nur Instrumentenflug. Für Modellflug Verboten! Zone B (Bravo):  Kontrollierter Luftraum; Instrumenten und Sichtflug Verkehr. Zone C (Charlie):  Kontrollierter Luftraum; Nur für Verkehrsflugzeuge; Nur Instrumentenflug. Für Modellflug Verboten! Zone D (Delta):  Kontrollierter gesperrter Luftraum; Instrumenten und Sichtflug Verkehr; 1500m um Flugplatz bei Instrumentenflug, 5000m um Flugplatz bei Sichtflug; Für Modellflug Verboten! Zone E (Echo):  Kontrollierter Luftraum; Instrumenten und Sichtflug Verkehr. Für Modellflug Verboten! Zone F (Foxtrot):  Kontrollierter Luftraum; Instrumenten und Sichtflug Verkehr; Temporärerer gesperrter Luftraum. Für Modellflug Verboten! Zone G (Golf):  Unkontrollierter Luftraum; Nur Sichtflug; Frei für jedes Luftfahrzeug also auch für Modellbau. Wie man sieht dürfen wir ohne gesonderte Ausnahmegenehmigung, welche durch die deutsche Flugsicherung erteilt wird, nur in Zone G (Golf) fliegen! Diese Zone geht bis auf 1700 Fuß (510 Meter) über Grund hoch. In Richtung eines Flughafens nimmt sie langsam ab und im Umkreis von dem  Flughafen befindet sich die Zone D, welche für Modellflug absolut gesperrt ist. Wie in obenstehender Grafik zu erkennen ist, sind die Zonen nicht auf einer Linie bzw. liegen nicht in gleicher Höhe über Grund. Außerdem muss man darauf achten, dass man sich nicht in einer Zone F (Foxtrot) befindet, da hier ebenfalls Modellflug untersagt ist.  Die Zone F geht dann immer von Grund bis hoch in Zone E hinein. Die einzelnen Zonen sind in nebenstehenden Grafiken nochmal schematisch dargestellt. Die einzelnen Zonen und gesperrten Bereichen bekommt man aus der online kostenlos erhältlichen Luftraumkarte von der deutschen Flugsicherung. Die Höhenanageben dort sind immer in Fuß angegeben. Um diese in Meter umzurechnen kann man sich folgender Faustformel bedienen: Meter = Fuß x 3 / 10 Wie schaut das jetzt in so einer Luftraumkarte aus? Ich habe als Beispiel mal einen Ausschnitt aus meiner Umgebung eingefügt. Wie man sieht sich Städte und Ortschaften als gelbe Flächen dargestellt. In diesen flächen darf ebenfalls kein Modellflug ohne Ausnahmegenehmigung betrieben werden. Außerdem müssen Modellflugpiloten mit Verbrennungsmotoren 1000 Meter Abstand einhalten. Des Weiteren sind die Lufträume eingezeichnet. Diese Lufträume sind immer durch einen “Rahmen” begrenzt und mit dem entsprechenden Zonentyp und der Höhe beschriftet. Beispiel: Um den Flughafen Frankfurt am Main befindet sich die Zone D, welche von Grund (GND) auf 1500 Fuß (450 Meter) aufsteigt. Um diese Zone D herum befindet sich die Zone C und E. Zone E geht um den Flughafen herum bis auf 1000 Fuß über Grund (AGL = Above Ground Level) herunter. Zone C fängt bei ca. 3500 Fuß (1050 Meter) über Null an. Außer diesen Angaben befinden sich in der Luftraumkarte noch weitere wichtige Hinweise, Sperrzonen und nützliche Informationen. Ich habe obrigen Kartenausschnitt etwas vergrößert: In der obrigen Vergrößerung sieht man neben den einzelnen Ortschaften noch weitere Informationen. Selbsterklärend sind die Windräder, welche einen Windpark darstellen sollen. Außerdem sind die Drachensymbole eingezeichnet, welche Startplätze für Segeflugzeuge und weitere Ultraleichtflugzeuge darstellen. Auch sieht man hier kleinere Flugplätze mit entsprechenden Höhenangaben und Funkfrequenzangaben (Beispiel Michelstadt /ODW) oder Vielbrunn). Auch sind hier diverse Höhenangaben des Grundes über Null in Fuß angegebe (Beispiel Vielbrunn mit 1503 Fuß = 450 Meter) . In obrigen Karte dürfen wir Modellpiloten uns also bis zum Luftraum C, welcher in der Nähe von Höchst, Brensbach, Erlau , Reichelsheim, beginnt frei bis auf eine Höhe von 510 Meter über Grund bewegen. Allerdings nach deutschem Recht nur auf Sichtweite. Daher man muss das Modell zu jeder Zeit noch klar erkennen können. Die Luftfahrtkarte können auf der Homepage der deutschen Flugsicherung nach kostenloser Registrierung eingesehen werden. Hier finden sich auch aktuelle Informationen über Gesetzesänderungen und bestehender Gesetze rund um Luft und Raumfahrt sowie Modellflug. Diese Informationen sind vorallem zuverlässiger als diverse Beiträge und Diskussionen in Foren!
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